Die Weite des Ozeans – Übung

Die Weite des Ozeans – Übung

 

Die Weite des Ozeans – Übung

Wenn du meditieren möchtest, dann denke an etwas sehr weites – den Himmerl, den Ozean, die Berge und werde eins mit der Weite die ganz Kraft ist. Stelle dir etwas sehr Weites, Ruhiges und Stilles vor. Wenn du zu meditieren beginnst fühle, dass in dir ein weiter Ozean ist und, dass du an den Grund des Ozens getaucht bist, wo absolute Ruhe herrscht. Wenn du dich mit diesem weiten Ozean identifizieren kannst, mit dieser Flut von Ruhe dann wird es fpr dich extrem einfach sein zu mediteren.

Aus Sri Chinmoy’s Man’s Health is God’s Wealth, spiritual secrets of health, Guru Noka-Publications 2012

foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

Warum meditieren wir?

Warum meditieren wir?

Welchen Nutzen bringt uns die Meditation? Was können wir durch sie erreichen, was verbessern? Wie und warum Du durch Meditation deine Kapazität vergrößern kannst, ganz gleich in welchem Bereich sie liegt, erklärt Sri Chinmoy in diesem Interview. Am Ende des Intervies demonstriert Sri Chinmoy die Meditation vor laufender Kamera.

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Die Rolle eines spirituellen Lehrers

Die Rolle eines spirituellen Lehrers

Meditation ist auch in unserer westlichen Welt schon lange nichts ungewöhnliches mehr. Was genau aber ist die Aufgabe eines spirituellen Lehrers? In diesem Intervie geht Sri Chinmoy auf diese Frage ein, und erklärt, welche Hilfestellung ein spiritueller Lehrer den Suchern geben kann. “Die Rolle des spirituellen Lehrers”, sagt Sri Chinmoy “ist die Rolle eines Botenjungen.”

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Vergebung & Vergangenheit

Vergebung & Vergangenheit

Gerade neuen Kursteilnehmern passiert es oft, dass sie unter einem schlechten Gewissen leidern, weil sie meinen bislang ein schlechtes Leben grführt zu haben. Manchmal geht daraus das Gefühl hervor unwürdig zu sein. Doch diese negativen Emotionen hindern uns daran Fortschritt zu machen. Sie hindern unser Streben nach Glück. In dieserAuswahl spricht Sri Chinmoy von Vergebung und der richtigen Einstellung gegenüber den eigenen Fehlern sowie den Fehlern anderer und erklärt uns warum es gut sein kann, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. “Wenn du trotz deiner besten Absichten einen Fehler begehst, dann denke an dieses Mantra “Die Vergangenheit ist Staub.”

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Dankbarkeit

Dankbarkeit

Jeder Mensch trägt viele gute Qualitäten in sich. Manche kommen dabei öfter zum vorschein als andere. Im spirituellen Leben spielt die qualität der Dankbarkeit eine besondere Rolle, wie Sri Chinmoy in diesem Video erklärt.

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Lerne meditieren Teil I

Lerne meditieren Teil I

Sri Chinmoy beatwortet Fragen zum Thema Meditation!

Frage: Wie kann ich lernen zu meditieren? Ich glaube an Gott, doch es fällt mir sehr schwer zu meditieren.

Sri Chinmoy: Der beste Weg mit dem Erlernen der Meditation zu beginnen, ist mit Menschen zusammenzukommen, die bereits einige Zeit meditieren. Diese Menschen sind nicht in der Lage dich zu lehren, aber sie sind in der Lage dich zu inspirieren. Wenn du einige Freunde hast, die wissen wie man meditiert, sitze einfach neben ihnen wenn sie meditieren. Unbewusst wird dein inneres Wesen in der Lage sein ein wenig meditative Kraft von ihnen zu erhalten. Du stiehlst nichts von ihnen, aber dein äußeres Wesen nimmt, ohne dein äußeres Wissen, ihre Hilfe entgegen. Wenn du von einem spirituellen Meister geleitet werden möchtest, wird dich der stille Blick/gaze des Meisters lehren zu meditieren. Der Meister muss dir nicht äußerlich erklären wie man meditiert oder dir eine bestimmte Form oder ein Mantra geben. Er wird einfach auf dich meditieren und dich innerlich lehren wie man meditiert. Deine Seele wird in die Seele des Meisters eintreten und die Nachricht, das Wissen wie man meditiert, von seiner Seele erhalten. Äußerlich habe ich sehr wenigen Schülern eine spezielle Form der Meditation gegeben. Aber ich habe einige hundert Schüler und die meisten von ihnen wissen, wie man meditiert. Wie lernen sie? Wenn ich in den Meditationszentren oder der Öffentlichkeit meditiere sehen und fühlen sie etwas in mir. Und welcher Teil von ihnen ist es der dies sieht? Es sind ihre Seelen. Ihre Seelen treten in meine Seele ein und lernen von meiner Seele und dann lehren die mit dieser Weisheit, die Schüler zu meditieren. Alle wahren spirituellen Lehrer lehren ihre Schüler und Verehrer Meditation im Stillen. Wenn ein warhaftiger/genuine spiritueller Meister meditiert, steigen Friede, Licht und Wonne von Oben herab und treten in den aufrichtigen Sucher ein. Dann lernt dieser automatisch von innen her zu meditieren. Wenn du einen Meister hast, ist es einfacher meditieren zu lernen, weil du zusätzliche Hilfe von der bewussten Rücksicht deines Meister erhältst. Aber wenn du keinem bestimmten Weg folgen möchtest, oder wenn du nicht von einem spirituellen Meister geleitet werden möchtest, wenn du nur lernen möchtest wie man ein wenig meditiert, und nicht bis zur Gottverwirklichung gehen möchtest, dann ist es das beste mit spirituellen Menschen zusammenzukommen in die du Vertrauen hast. Unbewusst werden sie dir helfen. Aber dieser Prozess wird dich nicht an dein Ziel bringen. Du wirst lernen zu laufen, aber du wirst nicht in der Lage sein schnell zu laufen. Du wirst nicht in der Lage sein deinem ziel schnell, schneller, am schnellsten entgenzurennen. Dazu wirst du höhere Unterweisungen, innere und tiefere Unterweisungen eines spirituellen Meisters brauchen.

Frage: Könntest Du bitte darauf eingehen, wie sich die Kontemplation von der Meditation unterscheidet?

Sri Chinmoy: Wenn du auf eine bestimmte Göttliche Qualität wie Licht, Schönheit, Frieden oder Wonne in ungeformter Weise meditierst, oder wen du auf abstrakte Weise auf Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit, dann wirst du fortwährend einen D-Zug in dir rasen spüren. Du meditierst auf Frieden, Licht und Wonne, während der D-Zug sich stetig fortbewegt. Dein verstand ist ruhig und still in der Tiefe der Unendlichkeit, aber es ist Bewegung da: ein Zug fährt endlos deinem Ziel entgegen. Du stellst dir ein Ziel vor, und die Meditation bringt dich dort hin.

In der Kontemplation ist es nicht so. Das entfernteste Ziel, das gesamte Universum sind tief in deinem Innern. Wenn du über etwas nachsinnst hältst du in dir selbst das gesamte Universum mit all seinem unendlichen Licht, Frieden, seiner Wonne und Wahrheit. Es gibt dann keine Gedanken, keine Form, keine Idee, nichts. Alles ist in der Kontemplation vereint; alles ist eins. In deiner höchsten Kontemplation bist du eins mit dem Absoluten. Aber in deiner höchsten Meditation, gibt es eine dynamische Bewegung. Diese Bewegung ist nicht aggressiv; du schlägst niemanden. Bei Weitem nicht! Aber eine dynamische Bewegung findet in deinem wachsamen Bewusstsein statt. Du bist dir völlig bewusst was in der inneren Welt und in der äußeren Welt vor sich geht, und zugleich bist du nicht betroffen. In der Kontemplation bist du ebenfalls nicht betroffen, doch dort sind du und deine gesamte Existenz ist wesentlicher Bestandteil des Universums geworden, welches du tief in dir hältst. Dies ist der wesentlichste Unterschied zwischen Kontemplation und Meditation.

Frage: Warum macht Gott unsere Meditationen nicht alle gleich gut?

Sri Chinmoy: Trotz deiner besten Absichten hast du nicht jeden Tag eine gute Meditation. An manchen Tagen stehst du früh am morgen zu deiner richtigen Zeit auf und meditierst, doch die wirkliche Meditation bleibt aus. Dann solltest du, anstatt dich selbst zu verfluchen, oder deinen Meister zu verfluchen einfach sagen:“ Oh, vielleicht ist es das was der Höchste möchte. Möglicherweise möchte der Höchste, dass ich diese Erfahrung mache.“ Du musst dies bewusst fühlen. Du versuchst dein Bestes um gut zu meditieren, aber leider ist deine Meditation rein gar nicht befriedigend. Also solltest du fühlen:“Ich versuche mein Bestes, nun liegt es an ihm mir die beste Meditation zu gewähren.“ Aber entsinne dich bitte, dass deine eigene Strebsamkeit und dein Wille regelmäßig und pünktlich zu einer bestimmten Stunde zu meditieren weiter von größter Bedeutung sind. Du weißt, dass es für den Körper notwendig ist zu essen, aber du kannst nicht jeden Tag das köstlichste Essen zu dir nehmen. Deine Frau mag extrem gut kochen, doch wenn sie dir nicht jeden Tag das köstlichste Essen gibt, was wirst du tun? Solltest du sauer werden? Nein! Zu diesem Zeitpunkt wirst du fühlen, dass sie etwas wichtigeres für dich zu tun hatte als kochen. Ähnlich solltest du fühlen, dass wenn der Höchste dir an einem bestimmten Tag nicht die beste Meditation gegeben hat, er daran denkt auf eine andere Weise etwas sehr großes für dich zu tun. Anstatt sauer auf ihn zu werden, glaube an ihn und fühle, dass es dir eine andere Erfahrung geben wird.

Im Falle deiner Frau, ist ihre gesamtes Dasein in dir. Wenn sie dir nicht das köstlichste Essen geben kann, wird sie etwas anderes tun um dich zufrieden zu stellen, um dich glücklich zu machen. Im Falle Gottes, wird Gott dir, wenn er dir heute keine gute Meditation gibt, etwas anderes geben, was ebenso wichtig oder noch wichtiger ist. Eine Person dir wir lieben hat jegliches Recht und auf verschiedenste Weise zufrieden zu stellen; andernfalls wird uns langweilig. Heute stellt Gott dich durch die Meditation zufrieden, morgen wird er dich durch Widmung zufriedenstellen und übermorgen wird er dich auf wieder eine andere Weise zufriedenstellen. Er möchte sich jeden Tag in dir und durch dich erfüllen. Aber er hat jegliches Recht die Art und Weise zu ändern, auf die er dies tut. Wenn du ein festes Menü hast und sagst: „ Diese Mahlzeit ist gut, ich werde sie jeden Tag essen“, wird es dir nach einigen Tagen genug sein. Ebenso ist es mit der göttlichen Nahrung. Es sollte immer eine Vielfalt geben.

Aus dem Buch Beyond Within: A Philosophy for the Inner Life, Sri Chinmoy, 1985

Bild: FotoHiero  / pixelio.de

Der Sonnenaufgang der Vision

Der Sonnenaufgang der Vision

Folgend findest du einige Fragen und Antworten zum Thema Vision und Realität.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Vorstellung und Vision?

Sri Chinmoy: Es gibt einen großen unterschied zwischen innerer Vision und Vortsellung. Vorstellung hat ihre eigene Realität, diese kann sehr hoch, sehr erhaben und sehr tiefgreifend sein. Sie kann von einer sehr, sehr hohen Bewusstseinsebene kommen. Aber die Quelle der Vision ist unendlich viel erhabener als selbst die höchste Ebene der Vorstellung. Vision kommt direkt vom dritten Auge. Die Quelle der Vision ist unendlich viel höher als die Quelle der Vorstellung. Mit seiner kosmischen Vision hat Gott diese Welt erschaffen. Vorstellung kann hoch, höher, am höchsten sein. Aber wenn wir von Gottes unendlicher Gnade berührt werden, können wir wissen was Gottes Vision ist oder gar mit ihr beschenkt werden.
Vision ist, was die Höhe anbelangt, wie das Himalaya Gebirge, wohingegen Vorstellung einem kleinen Hügel gleicht. Wenn wir uns etwas vorstellen, arbeitet für gewöhnlich der Verstand. Ich sage nicht, dass es der erdgebundene Verstand sein muss, es kann das höhere Mental sein. Wenn wir uns etwas sehr erhabenes, etwas sehr göttliches und sehr reines vorstellen, uns wenn wir dies manifestieren können, dann ist dies ein großer Segen für Mutter Erde. Aber wenn wir unsere Vision, unser drittes Auge verwenden, arbeitet zu diesem Zeitpunkt die Quelle der Schöpfung durch uns.

Frage: Was ist die höchste Form der Meditation.

Sri Chinmoy: Die höchste form der Meditation ist wenn man überhaupt keine Gedanken hat. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir, wenn wir meditieren Opfer zu vieler Gedanken: ungöttliche Gedanken, hässliche Gedanken, böse Gedanken. Manch anderes mal haben wir eine Meditation in der wir ziemlich gute Gedanken, erfüllende Gedanken und erleuchtende Gedanken haben. Dies ist ein höherer Zustand. Aber wenn wir im höchsten sind, werden dort gar keine gedanken sein, weder gut noch schlecht. Dort gibt es nur Licht. Im Licht verinen sich Vision und Realität.

Die alte Dame und der Dolch

Die alte Dame und der Dolch

Wie sein Großvater Babar mochte Akbar es inkognito durch die Straßen zu streifen. Er tat dies um allein zu sein. An seinem Hof war er stets von Menschen umgeben und hatte nie seinen Frieden. Aber wenn er draußen unter seinen Untertanen umherging war er ganz allein. Eines Tages, erblickte er während er spazieren ging, eine alte Dame, die einen Dolch hielt. Er trat an sie heran und fragte: „Was tun Sie mit einem Dolch? Lassen Sie mich sehen wie er aussieht und wie scharf er ist.“ Die alte Dame reichte Akbar den Dolch und er hielt ihn für einige Sekunden. „Was für eine Schande“, sagte die Dame. „Wären Sie der Kaiser gewesen, hätte sich dieser metallene Dolch in einen goldenen Dolch verwandelt. Nun ist es gewöhnliches Metall, aber ich hatte einen Traum, dass wenn der Kaiser selbst es anfasst, es sich in Gold umwandeln würde. Ich habe darauf gewartet, dass der Kaiser auftaucht. Ich weiss, dass er von Zeit zu Zeit gerne außerhalb des Palastes spaziert. Ich bete zu Allah er möge diesen Weg gehen. Seit Jahren warte ich hier auf der Strasse auf Akbar. Ich bin so traurig, dass ich immer noch nicht durch seine Anwesenheit gesegnet worden bin.“
Am nächsten Tag berief Akbar die alte Dame zum Hof ein. Nun trug er seine Gewänder und seine Krone. Er sagte: „ Hier ist Akbar. Er hat nicht die Kapazität einen metallenen Dolch in einen goldenen zu verwandeln, aber er hat die Kapazität dein Leben auf immer zu verändern. Wie viel Geld willst du?

Die alte Dame war überwältigt. Sie konnte ihren Augen nicht trauen, sie konnte ihren Ohren nicht trauen. Sie nahm all ihren Mut zusammen und sagte dem Kaiser, dass sie eine bestimmte Summe Geld wollte. Aber Akbar gab ihr viel, viel mehr und sagte „ ich habe nicht die Kapazität Metall in Gold zu verwandeln, aber ich habe eine andere Kapazität.“ So wurde die alte Dame durch Akbar den großen extrem reich.

 

Aus dem Buch: The Moghul Emperors, Sri Chinmoy, Agni Press, 2001

Der vierte Gongschlag

Der vierte Gongschlag

Es war einmal ein muslimischer Kaiser, der stets bereitwillig den Beschwerden seiner Untergebenen lauschte. Zu Weilen reichten sie die Beschwerden auf die richtige Weise ein. Dann tat der Kaiser das Notwendige. Zu anderen Zeiten hatte der Kaiser eine spezielle Art mit den Beschwerden umzugehen.
Vor dem Haupttor des Palastes hatte er einen großen Gong stehen. Jeder der eine Beschwerde hatte, konnte kommen und diesen Gong schlagen. Schlug die Person den Gong nur einmal, so bedeutete dies, dass sie eine Streiterei mit jemandem verloren hatte, die sie gefühlt hätte gewinnen sollen. Erklang der Gong zweimal bedeutete dies, dass jemand stets sehr hart arbeitete, und der Meining war, nicht die entsprechende Vergütung zu bekommen. Erklang der Gong dreimal, bedeutete dies, dass jemandes Haus ausgeraubt worden war und er sich auf der Suche nach dem Dieb befand. Erklang der Gong viermal, so bedeutete dies, dass jemand jemanden ermordet hatte.

Für gewöhnlich schauten die Soldaten des Kaisers wie oft die Person, die Beschwerde einreichen wollte, den Gong schlug. Dann brachten sie die Person umgehend zum Kaiser, un berichteten diesem, um welche Art von Beschwerde es sich handelte.
Eines tages schlug ein Mann den Gong viermal, was bedeutete, dass ein Mord stattgefunden hatte.

Die soldaten fragten ihn: “Wer hat wen getötet?”

Der Mann sagte: “Jemand hat meinen Vater getötet.”

Die Soldaten fragten: “Wann wurde er getötet?”

“Vor vierzig Jahren.”, antwortete der Mann.

Die Palastwächter konnten ihren Ohren nicht trauen. “Und erst jetzt willst du den Schuldigen strafen?”, fragten sie.

“Ja.”, sagte der Mann. “Ich habe gerade erst erfahren, dass mein Vater getötet wurde. Meine Mutter sagte es mir heut morgen.”

Die Wächter fragten: “Warum hat deine Mutter es dir nicht vorher gesagt?”

Der Man antwortete: “Wenn sie es mir gesagt hätte, hätte ich einen der königlichen Minister ermordet. Dieser besagt Minister hat meinen Vater vor vierzig Jahren getötet, und er ist immernoch im Amt!”

“Sagst du, dass der Minister hingerichtet werden sollte?” , fragten sie.

“So ist es” , sagte der Mann.

Die Palastwächter brachten den Mann zum Kaiser und erzählten dem Kaiser die ganz Geschichte. Der Kaiser wandte sich an seinen Untertanen und sagte: ” Du musst wissen wer den Minister gabeten hat deinen Vater zu töten. Der Minister führte lediglich meinen Befehl aus. Sagst du, dass auch ich bestraft werden sollte?”

Der Mann sagte, “Ich kann nicht so weit gehen dies zu verlangen. Aber ich habe meinen Vater für vierzig Jahre nicht gesehen. Dies ist in der tat ein tragischer verlust. In diesen vierzig Jahren hat der Minister so viel Gehalt erhalten. Als kompensation für den Tot meines Vaters, könnte ich nur ein Monatsgehalt des Ministers bekommen?”

Der Kaiser sagte: ” Ich bin bereit dir den selben Betrag wie das Gehalt des Ministers von 40 Jahren auszuzahlen – welchen Betrag er auch verdient hat von dem Tag an als er deinen Vater tötete. Gehe und erfahre von deiner Mutter den exakten Todestag deines Vaters. Dann komme zurück und nenne ihn mir.”

Die Mutter des Mannes hatte den Tag vergessen, das Jahr vergessen, alles vergessen. Aber der Minister hatte genaue Aufzeichnungen gemacht. Es war nur 35 Jahre her gewesen. Der Kaiser berief den Mann wieder in den Palast ein, um ihm das Geld zu geben und sagte ihm: ” Hier in meiner Hand ist das Gehalt des Ministers, und hier auf dem Körper des Ministers ist sein Kopf. Was davon möchtest du? Ich kann dir entweder den Kopf des Ministers geben, oder den Gehalt, den er über die Jahre verdient hat.”

Schnell sagte der Mann, “Das Gehalt des Ministers, nicht seinen Kopf!”

 

Sri Chinmoy, Illumination-experiences on Indian soil, part 1, Agni Press, 1974